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2014

Zwischen Liane und Menorett passt kein Mann

So ganz zufrieden ist Liane Keller mit ihrer und der Leistung ihres Pferdes beim 2. Dressurturnier in Pasewaik nicht. „Natürlich möchte man immer gute Leistungen bringen, aber manchmal klappt es nicht so, wie man es sich vorstellt", resümiert die junge Frau vom Reitverein Eintracht Rossow. Dabei kann sie durchaus auf sehr gute sportliche Leistungen verweisen. Neben vielen Siegen und Platzierungen war sie Landesmeisterin im Springen und in der Vielseitigkeit im Bereich der Reitponys. Am Wochenende reichte es für einen dritten Platz mit Menorett in der Dressur Klasse A A6 mit einer Endnote von 7,3.

Als Kind konnte ich eher reiten als laufen", erzählt die 28-Jährige, die inzwischen selbst junge Reiter ausbildet. Im Alter von zehn Jahren bestritt Liane ihre ersten Führzügelwettbewerbe. Damals arbeiteten meine Eltern in in der LPG. Da gab es auch Pferde, und meine Mutter arbeitete auch als Reitlehrerin. Natürlich waren meine ältere Schwester und ich auch unter den Reitanfängern", erzählt sie: „Unser Enthusiasmus brachte meine Eltern dazu, uns ein Reitpony zu kaufen. An den Namen kann ich mich noch ganz genau erinnern. Es hieß Resy. Auf ihren Nachkommen lernen noch immer viele Kinder aus der Umgebung Reiten", sagt die Rossowerin. Einer der Nachkommen ist der 21-jährige Endiro. Auch meine jüngere Schwester und Elisa, die heute hier in der Dressur gestartet ist, haben auf Endiro das Springen gelernt. Er zeigt den Kindern, wie es geht, auf ihn ist Verlass', schwärmt Liane Keller. Inzwischen hat die große Schwester das „Nest" verlassen. „Sie war eigentlich diejenige, die mit Leib und Seele dabei war. Ich war da nie so pferdebegeistert wie sie. Mein Vater sagte einmal über mich: ‚Na, die wird nicht lange dabei bleiben." Aber gerade diese „Voraussage" war der Wendepunkt, war der, Ansporn für Liane.
Sie entdeckte die Liebe zu den Pferden. Das ist bis heute so geblieben. Sogar für die Suche nach einem Lebensgefährten bleibt ihr wenig Zeit. Täglich kommen große und kleine Reiter zwischen sechs und 49 Jahren auf den kleinen Reiterhof, um zu trainieren. Die Liebe zu den Pferden und zur Landwirtschaft gehört einfach zur Familie dazu. Die 28-jährige Liane schult dafür sogar um. Eigentlich ist sie Bio-Mathematikerin. Sie hatte gute Angebote von vielen Firmen. Aber eben weit weg. „Ich möchte aber hier in der Region bleiben und den Agrarbetrieb meiner Eltern einmal weiterführen", betont sie. Zurzeit studiert Liane Keller in Neubrandenburg Agrarwirtschaft. Sie strebt den Bachelorabschluss an. Da muss die Zeit für die Turniervorbereitung ganz genau eingeplant werden. Denn so ein reines Dressurturhier wie beim Pasewalker Pferdesportverein gibt es selten und da möchte man schon dabei sein.
»Wir wollten einfach, dass die Leistungen der Dressurreiter im Mittelpunkt der Aufluerksamkeit stehen", erklärt Elke Laage vom Pasewalker Verein. „Die Resonanz der Reiter auf das erste Dressurturnier im vergangenen Jahr war, so positiv, dass wir das unbedingt wiederholen wollten", ergänzt sie. Doch nicht nur eine Wiederholüng, sondern auch eine Erweiterung sollte es geben. „In diesem Jahr bieten wir vier Prüfungen von Klasse E über A bis L mit Kandare an. Wir denken darüber nach, ob wir im nächsten Jahr nicht auch in den Bereich der mittelschweren Klasse gehen", sagt Elke Laage.
Die Reiter, zu denen so überregional bekannte Sportler wie Ralf Voß, Sylvia Körk, Julian Sass und Andrea Schwadtke gehören, kommen gern nach Pasewaik. Wissen sie doch dass sie hier optimale Bedingungen vorfinden. Damit das so ist, dafür stehen die vielen ehrenamtlichen Helfer bereit. ‚Dafür wollen wir uns herzlich
bedanken", betont Martin Kühl, Vorsitzender des Pasewalker Pferdesportvereins, und lädt schon jetzt alle Pferdesportbegeisterten Frauen und Männer zum Flutlichtspiingen am 4. Oktober und zum Adventssprinen am 29. November in das Pasewalker Reitsporttadion am Volkskulturpark ein.

Quelle Nordkurier 24. September 2014

Hochsaison für Reitsportler in Pasewalk

Über 1.000 Nennungen lassendas Pasewalker Pfingtturnier zu dem Pferdesportevent der Region werden. „Gute Organisation, vor allem aber eine gute zeitliche Straffung der Prüfungen ist die Voraussetzung, um dieses anspruchsvolle Turnier über die Bühne zu bringen“, gesteht Elke Laage vom Verein. Der große Platz mit seinen ausgezeichneten Bodenverhältnissen kommt bei den Reitern gut an. Er lässt sportliche Höchstleistungen in allen Leistungsgruppen zu. Selbst Reiter aus Cottbus oder Rendsburg zog es nach Pasewalk. Namen wie Philipp Makowei, Takashi Haase Shibayama, Max-Hilma Borchert oder Ulf Ebel gehören zu den Spitzenreitern, die die Besucher anziehen. Zu den sportlichen Höhepunkten des dreitägigen Sportevents gehören ohne Zweifel die fünf schweren Springen mit der Qualifikation zum AFP Junior-Future-Tour 2014/15, der Qualifikation DKB-BCH für sechs-jährige Springpferde und die Flutlicht-Barrierespringprüfung der Klasse S*. Zu Letztem zog es Hunderte von Zuschauern in das Reitstadion. Das THW, die Ortsgruppen Pasewalk und Neustrelitz, hatten im Rahmen ihrer Ausbildung den Pasewalker Pferdesportverein bei der Vorbereitung und Durchführung mit ihrer Flutlichtanlage unterstützt. Sechs Hindernisse wurden so super in Szene gesetzt. 13 Reiterpferdpaare, unter ihnen Steffen Lubahn, Philipp Makowei, Takashi Haase Shibayama, Max-Hilma Borchert und Ulf Ebel waren die Anziehungspunkte. Erst sah es ganz so aus, als werde es eine „lange Nacht“. Aber schon beim zweiten Stechen kristallisierte sich eine Spitzengruppe heraus.“ Aus dem dritten Stechen mit einer Höhe von 1,75 Meter gingen nur noch drei Reiter fehlerfrei
hervor. Jetzt lag die Stange auf 1.90 Meter. Mit Spannung warteten die Zuschauer auf Ulf Ebel GER/PSG Gut Angermünde e.V. mit Zarino, Takashi Haase Shibayama mit Let‘s Go JPN/Reitgemeinschaft Böbs u.Umg. e.V. und Martin Wißenbach mit Levistano GER/RFV HLG Neustadt e.V. Nur sie hatten sich für diese Höhe qualifiziert.
Doch dann eine prophetische Entscheidung. Die Drei hatten sich entschlossen, zum Wohl ihrer Pferde, auf den nächsten Gang zu verzichten. So belegten sie eben alle drei den ersten Platz. Höchstleistungen verlangte den sechsjährigen Pferden auch die Qualifikation zum DKB - Bundeschampionat für sechsjährige Springpferde, eine Springpferdeprüfung der Klasse M*, ab. 12 Hindernisse mit 14 Sprüngen darunter ein offener Wassergraben und eine Dreifachkombination verlangten den Reiterpferdpaaren schon einiges ab. Sein Ritt mit Cadeau überzeugte die Richter am meisten. Es gab nicht nur die Wertnote 8,0, sondern auch viele lobende Worte gleich von den Richtern auf dem Springplatz. Mit zu den
erfolgreichsten Reitern des Wochenendes gehörte Ulf Ebel. Er sicherte sich nicht nur den „Großen Preis der Stadt Pasewalk und des Pasewalker Pferdesportvereins“, einem S* mit Stechen, sondern er gehörte auch zu den Siegern der Flutlicht-Barrierespringprüfung. Natürlich waren die Gäste ziemlich Leistungsstark, aber auch die heimischen Reiter, mit Steffen Lubahn, Gesine und Olaf Jürgens, Anna Jürgens, Martin Kühl, Susan und Frank Latzkow, Joachim
Krohn und viele weitere mischten an der Spitze mit. Den Sieg bei der Qualifikation zur AFP Junior-Future-Tour 2014/15 mussten die jungen Reiter jedoch Janin Stechow (GER/RV Ostseeküste Steffenshagen e.V.)überlassen.

Quelle Pasewalker Nachrichten 28. Juni 2014

Freispringen – ein attraktives sportliches Angebot

Viele Besucher stehen dicht nebeneinander in der Reithalle des Pasewalker Pferdesportvereins. An einer der langen Seiten der Reithalle ist eine Sprunggasse aufgebaut. Peitschenführer stehen bereit, um das jeweilige Pferd in die richtige Bahn zu leiten. Eine junge Reiterin, gerade mal 12 Jahre, betritt mit ihrer achtjährigen Stute Mona Lisa die Halle. Mona Lisa ist schon ein erfahrenes Pferd. Gerade richtig für die junge Lea Kuna, die mit ihrer Mutter aus Ludwigshof angereist ist. Sie ist noch ein wenig aufgeregt, denn sie ist das erste Mal bei so einer Prüfung dabei. „Auf dem Rücken eines Pferdes sitzt sie aber schon seit ihrem fünften Lebensjahr„, berichtet die Mutti. Lea streift den Führzügel ab. Mona Lisa nimmt den „Parcours in Besitz„, zeigt, was sie kann, ihre Galoppade, Raumgriff, geht in die Sprunggasse und beweist ihr Sprungvermögen. Lea hört die Einschätzung des Richters. Noch waren nicht alle am Start, also warten. In den drei Startblöcken gehen Pferde der Altersgruppen drei und vier Jahre, fünf und sechs Jahre sowie siebenjährige und ältere Tiere an den Start. Freie Bahn für freie Pferde lautet die Devise des Tages. Dabei sollen die Tiere nicht nur den Kopf freibekommen, es ist auch Abwechslung und zugleich Grundschule für junge Pferde. Fachleute berichten, dass Pferde die gut im Freispringen sind, meistens auch gut unter dem Sattel springen. Einer dem keine Bewegung des Tieres entgeht, ist Horst von Langermann, Geschäftsführer des Zuchtverbandes Brandenburg - Anhalt. Er schaut genau hin, bewertet Springvermögen, Springmanier und den Galopp des Pferdes. 15 Pferde zeigen sich an diesem Tag den interessierten Züchtern, Reitern und Pferdefreunden. Eingeladen hat der Ueckermärkische Pferdezuchtverein, mit seinem Vorsitzenden Thomas Schröder, selbst Züchter und Reiter. Im Pasewalker Pferdesportverein mit seinem Vereinsvorsitzenden, Martin Kühl, fand er einen kompetenten Partner, der ausgezeichnete Bedingungen für so eine Veranstaltung aufweisen kann. Schließlich ist Kühl selbst auch Züchter und weiß, worauf es ankommt. Dann hat das gemeldete Teilnehmerfeld den Parcours absolviert. Der Richter ruft die Teilnehmer mit den besten Noten auf. Lea strahlt, auch sie gehört mit ihrer achtjährigen Stute zu ihnen. Ein dritter Platz! Neben einer tollen Siegerschleife nimmt sie eine Zuchtprämie mit nach Hause.

Es platzierten sich bei den drei und vierjährigen Pferden:
1. Platz Cäsar/Besitzer Fritz-Ulrich Rotzoll
2. Lady Charmed/Zuchtgemeinschaft Kühl/Richter
3. Scara Bea/Antje und Karsten Krohn

Es platzierten sich bei den fünf und sechsjährigen Pferden
1. Lolita/Alexander Bredlow
2. Just A Boy/Nancy Schaal
3. Colano/ Zuchtgemeinschaft Kühl/Richter

Es platzierten sich bei den siebenjährigen Pferden und älter
1. Fortuna/Henry Wahl
2. Captain Jack/Uta Schmeling
3. Mona Lisa/Kathrin Kuna

Quelle Pasewalker Nachrichten 22. März 2014